Elif Demirezer wurde 1992 im Berliner Stadtteil Moabit als Tochter türkisch-stämmiger Eltern geboren. Schon als selbstbewusste Teenagerin schrieb Elif eigene Songs und nahm an Chor- und Musical-AGs teil – bis die junge Musikerin mit 16 Jahren einen mutigen Entschluss fasste: Sie nahm an einer Castingshow teil.
Während der Castingshow e Elif fest, dass sie sich nicht mit dem vermittelten Pop-Klischee identifizieren möchte. Deshalb nahm sie sich für ihre Solokarriere vor: keine aufwendigen Choreografien, keine kitschigen Gute-Laune-Outfits und keine englischsprachigen Songs. Diese Erfahrung verhalf Elif zu ihrem einzigartigen Stil.
Ihre Debüt-Single „Unter meiner Haut" wurde 2013 veröffentlicht. Als der Song zwei Jahre später als Remix der DJs Gestört Aber Geil erscheint, wurde die Produktion zum Nummer-1-Hit. Alle Studioalben, die in den Jahren 2013 bis 2020 erscheinen, landeten in den deutschen Albumcharts.
Nach einer problematischen Beziehung machte sie eine Pause von der Musik. Doch sie lies sich nicht unterkriegen, sammelte viel Mut und schöpfte Inspiration aus ihren Erfahrungen. 2020 kehrte Elif mit ihrem dritten Studioalbum „Nacht" zurück, in dem sie ihre Depression und Vergangenheit verarbeitete. Außerdem stieg die Newcomerin mit diesem Album auf Platz 7 der Charts ein.
Gemeinsam mit dem deutschen Rapper Samra nahm Elif 2020 den Chart-Erfolg „Zu Ende" auf. Wenig später folgte mit „Augen zu" der nächste Top-10-Hit. Als 2021 der Track „Highway" mit der Deutsch-Rapperin Katja Krasavice veröffentlicht wurde, katapultierten die Fans der beiden Künstlerinnen den Song auf Platz 1 der Single-Charts.
Die Melodien der Sängerin vertonen pure Poesie. Kein Wunder, denn sie lässt sich gerne von berühmten Dichter*innen inspirieren. Vor allem im Album „Doppelleben" wird deutlich: Sie hat das Gefühl zwischen den Stühlen zu stehen und findet sich im ständigen Konflikt mit ihrer Familie und deren Glauben wieder. Im Album „Nacht" beschreibt die Künstlerin, wie sie ihre Identitätskrise überwindet.